Toro Klein
 

TORO

Regie: Martin Hawie

D, 2015, 84 min., s/w, FSK: 16

Toro erzählt in schwarz-weißen Bildern, die Geschichte zweier Freunde, die unterschiedlicher kaum sein könnten: der reizbare Toro und der sensible Victor. Beide verdienen ihr Geld mit Prostitution. Während Toro für eine gemeinsame Zukunft und ein besseres Leben spart, zerbricht Victor zunehmend an seinem Drogenkonsum. Als Geldschulden ihn einholen, setzt Victor ihre Freundschaft aufs Spiel.

Toro Klein
 

TORO

Regie: Martin Hawie

D, 2015, 84 min., s/w, FSK: 16

Toro erzählt in schwarz-weißen Bildern, die Geschichte zweier Freunde, die unterschiedlicher kaum sein könnten: der reizbare Toro und der sensible Victor. Beide verdienen ihr Geld mit Prostitution. Während Toro für eine gemeinsame Zukunft und ein besseres Leben spart, zerbricht Victor zunehmend an seinem Drogenkonsum. Als Geldschulden ihn einholen, setzt Victor ihre Freundschaft aufs Spiel.

Inhalt

Inhalt

Toro, mit richtigem Namen Piotr, ist vor 10 Jahren nach Deutschland gekommen und hat seine eigene Überlebensstrategie entwickelt. Um sich den Traum von einer Boxschule in seiner Heimat Polen zu verwirklichen, verdient er sein Geld als Escort. In Hotelzimmern und gutbürgerlichen Einfamilienhäusern schläft er mit Frauen. Keine leichte Arbeit, wird aber gut bezahlt. Mitnehmen will er aus Deutschland nur Victor und weit weg von Armut und Prostitution einen Neuanfang wagen. Sein bester Freund zieht derweilen orientierungslos durch die Stricherszene und sucht seine Kundschaft unter älteren Männern. Seine Pläne mit Toro sind hinter einem Schleier aus Drogen in Vergessenheit geraten. Stattdessen flieht er vor drei jugendlichen Drogendealern, die Geldschulden bei ihm eintreiben wollen. Das Leben der beiden wird aus seinem prekären Gleichgewicht gerissen, als Victors Schwester Emilia plötzlich vor der Tür steht. Auf der Suche nach Arbeit und in der Erwartung auf ein besseres Leben hat sie ihr zu Hause verlassen. Nichtsahnend tritt sie in die zerrütte Welt ihres Bruders ein, der sie sich bald schon nicht mehr entziehen kann. Als Victor von seinen Geldeintreibern geschnappt wird, spitzt sich die Situation weiter zu. Um seine Schwester zu schützen, muss er Toro verraten. Damit stellt er ihre Freundschaft ultimativ auf die Probe. Im Sog der Gewaltspirale verschwimmt für Toro die Grenze zwischen Richtig und Falsch.

Credits

Stabliste

Regie

MARTIN HAWIE

Drehbuch

MARTIN HAWIE, LAURA HARWARTH

Kamera

BRENDAN UFFELMANN

Schnitt

MARTIN HAWIE

Ton

MICHAEL GECK, BORIS KAUER

Szenenbild

PETER STEPHAN

Produktion

LAURA HARWARTH, KRISTINA FLEGEL

mit:

PAUL WOLLIN als Toro

MIGUEL DAGGER als Victor

LENI SPEIDEL als Emilia

Pressestimmen

Pressenotiz

Um intensive Bilder zu erzeugen, bedarf es keiner Farbe. Das hat Regisseur Martin Hawie mit seinem Spielfilm TORO eindrucksvoll bewiesen. Mag die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft bei beiden Hauptfiguren groß sein, so ist der Tenor des Films umso düsterer. Das aufwendige Sounddesign schafft eine bedrohliche Atmosphäre, das Szenenbild in Schwarz-Weiß erzeugt eine triste Stimmung. Überzeugende Darsteller zeigen den Menschen am Abgrund – in allen Facetten der Verzweiflung. Paul Wollin als animalischer TORO zeigt dabei eine äußerst physische Präsenz. In TORO prallen Homosexualität, Drogensucht, Geldnot und Kriminalität aufeinander. Die Vielzahl an Konfliktpotenzial, aber auch die experimentelle Machart des Films fordern den Zuschauer und hinterlassen ein beklemmendes Gefühl. Ein einfacher Film ist TORO nicht – Liebhaber des anspruchsvollen Films werden die ungewöhnlichen Details aber zu schätzen wissen.

-Frankenpost.it

Biografie

Biografie

MARTIN HAWIE

1975 in Peru geboren, studiert Martin Hawie Audiovisuelle Kommunikation in Lima und bildet sich in Fotografie und Malerei fort. 2001 nimmt er ein Regiestudium an der Filmhochschule in Barcelona auf. Einer seiner dort realisierten Kurzfilme wird für das Festival in Sitges nominiert. Während dieser Zeit werden seine Fotografien und Bilder in Barcelona und Los Angeles ausgestellt. Nach drei Jahren kehrt er zurück nach Lima und erhält das Stipendium “Junge Künstler” von Industrias Tekno. Gleichzeitig wird er Geschäftsführer einer Castingagentur und arbeitet freiberuflich als Art Director für Werbefilme. Die eingeschränkten Möglichkeiten der peruanischen Filmindustrie, bringen Martin Hawie 2005 nach Deutschland. Hier verwirklicht er mehrere Kurz- und Dokumentarfilmprojekte. 2011 nimmt er sein Studium als Postgraduierter an der Kunsthochschule für Medien in Köln mit Schwerpunkt Film (Spielfilmregie/Drehbuch) auf. Der Langfilm „Camille“ ist dort sein Vordiplom, das auf den Internationalen Hofer Filmtagen 2013 uraufgeführt wird. Camille läuft seitdem auf mehreren internationalen Filmfestivals und wird bei dem Internationalen Filmfestival Mexico 2014 mit dem Preis “Best Student Award” ausgezeichnet. Mit seinem zweiten Langfilm “Toro” schliesst er im April 2015 erfolgreich sein Studium ab. Der Diplomfilm erhält die Abschlussfilmförderung der Film- und Medienstiftung NRW und wird auf dem 39. Festival des Films du Monde de Montréal 2015 uraufgeführt. Seine deutsche Premiere feiert Toro auf den 49. Internationalen Hofer Filmtagen 2015 und erhält im Rahmen des Förderpreis Neues Deutsches Kino eine lobende Erwähnung der Jury. Toro ist ebenfalls auf dem Berlin&Beyond Film Festival in San Francisco eingeladen und läuft auf den 66. Filmfestspielen Berlin 2016 in der Sektion Perspektive Deutsches Kino als spezieller Beitrag für “50 Jahre Hofer Filmtage”. Seitdem arbeitet Martin Hawie als freischaffender Autor & Regisseur in Köln. Neben der Stoffentwicklung seines abendfüllenden Debutfilms “Die Zukunft ist ein einsamer Ort (AT)”, arbeitet er an dem Serienkonzept “ILLEGAL”.


Filmografie | Auswahl

TORO 2015 | 83 min | Spielfilm Drama | Kunsthochschule für Medien Köln

CAMILLE 2013 | 71 min | Spielfilm Drama | Kunsthochschule für Medien Köln

AM ENDE EINER NACHT 2012 | 29 min | Kurzfilm Drama | Kunsthochschule

Interview

Kommentar des Regisseurs

Vor dem angedeuteten Hintergrund der Vorstadtproblematik erzählt TORO die Geschichte von zwei Underdogs und ihren Einzelschicksalen. Ohne die themenüblichen Klischees zu bedienen, aber auch ohne den Zuschauer zu schonen, spricht der Film von Freundschaft und Verrat, Angst und Wut, unermüdlicher Hoffnung und unabwendbarem Scheitern. Die Figuren in TORO sind alle mit der Idee eines Neuanfangs in dieses Land gekommen und müssen erfahren, dass ihre Vorstellungen nicht der Realität entsprechen. So gut wie es eben geht, versuchen sie sich in ihrem Schicksal zu helfen. Und so unterschiedlich sie und ihre Vorgeschichten auch sind, sie sind füreinander eine Ersatzfamilie in der Fremde geworden. Viele Männer und Frauen, die so wie ich nach Deutschland immigriert sind, leben am Rand der Gesellschaft, sind unsichtbar. Hoffnungslos geraten einige von ihnen in kriminelle Kreise, in den Drogenhandel, oder in die Prostitution. Mehr als 1000 Männer arbeiten alleine in Köln auf dem Männerstrich. Sie leben in einem Hexenkessel aus Gewalt, selten wagt jemand ein wirkliches Ziel zu haben und wenn doch, ist es nur schwer zu erreichen. Am Rand der Gesellschaft gibt es oft nur Schwarz oder Weiß, Opfer oder Täter, Hart oder Schwach, Mann oder “Schwuchtel”. TORO ist die Geschichte zweier Grenzgänger, die versuchen sich in einer Welt ohne Graustufen zu behaupten. Sie sind heimatlos, entfremdet, aber vor allen Dingen sind sie Freunde.

Festivals

Festival 

Filmfestspiele Berlin, Sektion “Perspektive Deutsches Kino” 2016

Berlin&Beyond Film Festival San Francisco 2016

Guadalaiara International Film Festival 2016

Internationale Hofer Filmtage 2015 (Nominiert für den Förderpreis Neues Deutsches Kino “Lobende Erwähnung der Jury”)

Festival des Films du Monde de Montréal 2015

FiLMZ - Festival des Deutschen Kinos 2016

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