Plakat Act web2

ACT! Wer bin ich?

Regie: Rosa von Praunheim

D, 2017,  87 Minuten, Farbe, FSK: 12

Während ihrer 10-jährigen Tätigkeit an einer Neuköllner Hauptschule beginnt die Lehrerin Maike Plath mit den sogenannten "Problemjugendlichen" Theater zu machen und entdeckt ihre zahlreichen Stärken. Die Arbeit wird zum Erfolg. Als sie vom Schulamt aufgefordert wird, "Dienst nach Vorschrift" zu machen, kündigt sie den Schuldienst und gründet mit zwei anderen Frauen den Verein ACT. Rosa von Praunheim liefert mit Act! Wer bin ich? ein eindrückliches Portrait dieser Arbeit.

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ACT! Wer bin ich?

Regie: Rosa von Praunheim

D, 2017,  87 Minuten, Farbe, FSK: 12

Während ihrer 10-jährigen Tätigkeit an einer Neuköllner Hauptschule beginnt die Lehrerin Maike Plath mit den sogenannten "Problemjugendlichen" Theater zu machen und entdeckt ihre zahlreichen Stärken. Die Arbeit wird zum Erfolg. Als sie vom Schulamt aufgefordert wird, "Dienst nach Vorschrift" zu machen, kündigt sie den Schuldienst und gründet mit zwei anderen Frauen den Verein ACT. Rosa von Praunheim liefert mit Act! Wer bin ich? ein eindrückliches Portrait dieser Arbeit.

Inhalt

Inhalt

Die Theater-Pädagogin und Lehrerin Maike Plath hat fast 10 Jahre an einer Hauptschule in Neukölln gearbeitet. Normaler Unterricht war dort kaum möglich. Sie fing also an, mit den Jugendlichen stattdessen Theater zu machen und hatte damit Erfolg. Die „problematischen Jugendlichen“ zeigten plötzlich, was sie können und was sie über die Welt denken. Sie fing an ihre Erlebnisse und Konzepte aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Als sie vom Schulamt aufgefordert wurde, "Dienst nach Vorschrift" zu machen, gab Maike Plath nach 17 Jahren Schuldienst ihre Verbeamtung auf und leitet jetzt mit zwei anderen Frauen den Verein ACT. „Als ich mich selbstständig gemacht habe, wollte ich nicht allein im ICE sitzen und jedes Wochenende woanders Lehrveranstaltungen geben. Ich wollte weiter mit Jugendlichen arbeiten und dafür sorgen, dass möglichst viele von ihnen eine Stimme bekommen.“ Mittlerweile arbeitet ein Team von 23 Künstlern und Pädagogen nach ihrem Ansatz in ganz Berlin und gibt bundesweit Weiterbildungen für Lehrkräfte und Künstler. Einige Kinder von damals sind mittlerweile junge Erwachsene und leiten selber Jüngere an. Und jedes Jahr kommen neue dazu...
 
Rosa von Praunheim hat mit seinem Filmteam (Kamera Elfi Mikesch) über viele Monate 2015 /16 eine Stückentwicklung von Maike Plath -  „How long is Paradise“ - am Heimathafen beobachtet.

 

Credits

Stabliste

Buch, Regie, Produktion
Rosa von Praunheim

Kamera
Elfi Mikesch

Kamera und Ton
Thomas Ladenburger, Markus Tiarks, Oliver Sechting

mit
Maike Plath, Christoph Frieß, Josef Attanjaoui, Aylin Rohn, Ali Brown, Moritz Degen, Friederike Faber, Walid Al-Atiyat, Manfred Plath, Irmela Plath, Salma und Hala El-Nasser, Kasimir Noack, Vivian Kroyer, Stefanie López, Berkant Karadag, Arkadas Karabulut, Hussein Eliraqui, Oguz Ilter, Yasmin Kirschner, Harald Christ, Olga Zgiep, Nancy Ortiz, Sinan Özmen, Andreas Denic, Ronnie Mertens, Tahsin Karakas

Regieassistenz
Oliver Sechting

Musik
Moritz Degen, Ali Brown, Tahsin Karakas, Vivian Kroyer, Sebastian Purfürst, Andreas Wolter

Schnitt & Postproduktion
Mike Shephard

Produktionsleitung
Markus Tiarks, Rainer Baumert (rbb)

Herstellungsleitung
Martin Kruppe

Redaktion
Jens Stubenrauch (rbb)

eine Rosa von Praunheim Filmproduktion in Koproduktion mit RBB
gefördert von Medienboard Berlin Brandenburg

 

Pressestimmen

Pressestimmen

 

ACT! WER BIN ICH?

Als der Lehrerin Maike Plath klar wird, dass sie ihre Schüler über den Unterricht nicht erreicht, entwickelt sie mit ihnen Bühnenstücke und führt sie an die Kunstform „Theater“ heran. Mit Erfolg. Aber das Schulamt zwingt sie zum „Dienst nach Vorschrift“. Daraufhin gründet  Plath den Verein ACT, in dem sie ihre Konzepte bis heute weiterentwickelt. Rosa von Praunheims aufschlussreiche Doku „ACT!“ zeigt die Arbeit des Vereins und lässt die Beteiligten zu Wort kommen. Der Film offenbart, welches Potential in sogenannten „Problemkindern“ schlummert und wie man sie mit diesem „alternativen“ Bildungskonzept erreicht.


Ein normaler Unterricht an der Neuköllner „Problemschule“, an der Maike Plath arbeitete, war nur schwer möglich. Deshalb konzipierte sie gemeinsam mit den Schülern Theaterstücke. Durch das Spielen kamen jene Fähigkeiten zum Vorschein, die sich in den jungen Menschen verbargen. Aber: die Behörden forderte Plath zum „Dienst nach Vorschrift“ auf.  Nach über 15 Jahren als Lehrerin quittierte die Theaterpädagogin daraufhin den Schuldienst. Danach begann sie, ihre Erlebnisse und Konzepte niederzuschreiben und zu veröffentlichen. Heute ist Plath im Vorstand des Vereins ACT, in dem sie wieder mit Jugendlichen arbeitet und ihre Ideen an andere Lehrer weitergibt. Rosa von Praunheim war 2015/16 viele Monate im Berliner Theater-Jugendclub „Heimathafen“ zu Gast, in dem die meisten der Theaterstücke des Vereins eingeübt und aufgeführt werden. Im Laufe der Jahre ist ACT gewachsen: 23 Künstler und Pädagogen in ganz Berlin arbeiten mittlerweile nach dem ACT-Ansatz. Zudem gibt Plath in ganz Deutschland Weiterbildungen für Pädagogen und Künstler. Auf kluge, dramaturgisch sinnvolle Weise verbindet von Praunheim die einzelnen Elemente seiner aufschlussreichen, informativen Doku. Er setzt auf Interviews, Archivmaterial bzw. Privataufnahmen einiger Schüler und vor allem seine filmischen Beobachtungen der Theaterproben. Diese bilden den Schwerpunkt des Films. Dramaturgisch sinnvoll geht der Filmemacher deshalb vor, da er Plath zunächst einmal von ihren Vorstellungen und Konzepten berichten lässt. Sie brennt für das, was sie tut und sie geht ihrer Tätigkeit mit Leidenschaft nach. Das merkt man ihr an. Ab und zu mag das von ihr Geäußerte, in erster Linie was den theaterpädagogischen Ansatz betrifft, etwas komplex klingen. Dann aber zeigt von Praunheim Bilder von den Proben in dem Jugendclub. Und wie die jungen Leute Plaths Theorie vom Theater als „wirkmächtigstem Bildungsmittel“ umsetzen. Dann wird einem augenscheinlich klar, was gemeint ist: Theater als Experimentierfeld, in dem jeder einzig- und verschiedenartig sein darf, es keine Noten oder Bewertungen gibt und vor allem Vielfalt gefragt ist. Unterschiedliche Religionen, Hautfarben und Biografien befördern den kreativen Prozess. Die Szenen der Proben und Aufführungen sind die stärksten des Films, da sie hautnah und auf sehr anregende Weise zeigen, wie die Umsetzung des „ACT“-Prinzips in der Praxis aussieht. Plath nimmt sich Zeit für jeden Einzelnen und lässt die Jugendlichen aktiv am Entstehungsprozess mitwirken. Diese gehen in ihren neuen Rollen und abseits des verstaubten Klassenzimmers völlig aus sich heraus. Die Jugendlichen blühen regelrecht auf. Sie singen, rappen, tanzen, spielen und lassen ihren Emotionen freien Lauf. Wichtiger Teil eines Stücks ist dabei die persönliche Geschichte eines jeden Einzelnen, seine Biografie. Teile bzw. Elemente jeder Biografie fließen unmittelbar in die Stücke ein. „ACT!“ zeigt zudem, dass dieses pädagogische Konzept auch wirklich etwas bringt. Denn im Film kommen auch einige von Plaths ehemaligen Schülern zu Wort. Schüler der Neuköllner „Problemschule“, in der die Pädagogin ihre Ideen einst erstmalig umsetzte. Aus ihnen sind selbstbewusste, reflektierende Mittzwanziger geworden, die Ziele im Leben haben und wissen, was sie wollen. Eine will demnächst studieren, ein anderer hat erfolgreich im Sport Fuß gefasst. In einem privaten Video sieht man diesen Sportler als ca. fünfzehnjährigen Jugendlichen. Also noch vor dem Kontakt mit Plath und ihren Methoden. Er präsentiert sich als schimpfender, übel gelaunter Gangster, der Hasstiraden von sich gibt, den Stinkefinger in die Kamera hält und dem alles egal scheint. Aus derselben Person ist, zehn Jahre später, ein komplett anderer Mensch geworden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Maike Plath und ihre besondere Pädagogik, einen entscheidenden Anteil daran haben.

Programmkino.de / Björn Schneider

 

Festivals

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2017, Achtung Berlin - The New Berlin Film Award

2017, 48 Stunden Neukölln

 

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Jetzt im Kino!!

Preview-Kinotour

am 25.04.2017 BERLIN - 21:30 - Achtung Berlin, FaF

am 23.05.2017 KIEL - 20:30 - Kino in der Pumpe - Filmgespräch mit Maike Plath

am 21.06.2017 BERLIN - 20:30 - Heimathafen Neukölln - PREMIERE

am 22.06.2017 BERLIN - 20:00 - WOLF - Filmgespräch mit Maike Plath 

am 23.06.2017 BERLIN - 21:30 - 48 Stunden NeuköllnFilmgespräch mit Maike Plath

am 24.06.2017 BERLIN - 19:15 - IL Kino - Filmgespräch mit Maike Plath

am 25.06.2017 BERLIN - 20:00 - Tilsiter Lichtspiele - - Filmgespräch mit Maike Plath

am 25.06.2017 BERLIN - Eva-LichtspieleFilmgespräch mit Rosa von Praunheim

am 04.07.2017 LEIPZIG - 21.30 - Schaubühne LindenfelsFilmgespräch mit Maike Plath

 

 

KINOSTART: 22.06.2017

 

BERLIN

22.06. - 28.06.2017 WOLF

22.06. - 28.06.2017 Il Kino

22.06. - 28.06.2017 Eva-Lichtspiele

22.06. - 12.07.2017 Tilsiter Lichtspiele

29.06. - 05.07.2017 Lichtblick Kino

 

KIEL

23.05. - 24.05.2017 Kino in der Pumpe

 

LEIPZIG

29.06. - 05.07.2017 Schaubühne Lindenfels