LAURA - DAS JUWEL VON STUTTGARD

Video on Demand 

Ein Dokumentarfilm von Rosa von Praunheim

D 2014 - 55 min

im Zusammenarbeit mit Deutsche AIDS-Hilfe

Inhalt

Ein Portrait einer engagierten Frau, gerade hat sie für ihr soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten. Sie war eine der ersten im Kampf gegen AIDS.

Laura Halding-Hoppenheit ist nicht nur in Stuttgart eine bekannte Persönlichkeit, sondern hochverehrt in ganz Deutschland wegen ihres Engagements für schwule Gleichberechtigung. In der Aidskrise war Laura von Anfang an da für ihre Freunde, half mit Geld und kämpfte gegen Vorurteile. Laura liebt die Schwulen und die Schwulen lieben Laura. In Stuttgart hatte sie zeitweise drei schwule Lokale, den Kings Club betreibt sie heute noch. Er ist besonders beliebt bei jungen Schwulen, für deren Sorgen sie immer ein offenes Ohr hat. Mein Film zeigt, dass sie in vielen sozialen Bereichen hilft z.B. in der Stricherhilfe, männlich und weiblich. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem „PositHIV-Preis“ und dem Bundesverdienstkreuz geehrt. In diesem Jahr wurde sie in den Gemeinderat für die Linken in Stuttgart gewählt. Geboren wurde Laura in Resiza im rumänischen Banat. Sie machte ihr Diplom in Archäologie und Kunstgeschichte. 1970 kam sie mit ihrem jüdischen Freund nach Deutschland, mit der Absicht, in Hamburg zu promovieren. Sie hatte große Hoffnungen, im Westen mit Kusshand aufgenommen zu werden und wurde bitter enttäuscht. Sie heiratete ihren Freund, eine Vernunftsehe, und verliebte sich prompt bei der Hochzeitsfeier in den Trauzeugen ihres Mannes, einen Hamburger Journalisten. Nach sechs Wochen ließ sie sich scheiden und heiratete den Trauzeugen Ihr Mann bekam eine Stelle als Chefredakteur des Burda Verlages in Stuttgart. Sie bekamen zwei Kinder. Ihr Leben als Mutter und Hausfrau wurde ihr bald zu langweilig. Ihr Mann war viel beschäftigt und so begann sie heimlich im „Kings-Club“, einem bekannten Schwulentreff in Stuttgart, zu arbeiten. Die Schwulen vergötterten sie, liebten ihr rumänisches Temperament und sie liebte die schwulen Männer. Das war ihre Welt. Der „Kings Club“ wurde zu ihrem Schicksal. Sie verliebte sich bald in den bisexuellen Besitzer, aber nach einem heftigen Streit mit ihm machte sie ihr eigenes Lokal „LAURAS“ auf. Viele Gäste folgten ihr. Nach einem Jahr bot man ihr den Kings Club zum Kauf an und sie setzte ihre Affäre mit dem Besitzer fort, der viele Jahre später an Krebs verstarb. Lauras Kinder wuchsen quasi unter Schwulen auf. Sie ist stolz darauf, dass ihre Kinder Toleranz und Akzeptanz lernten. Inzwischen sind ihre Kinder erwachsen und erfolgreiche Juristen. Gleich zu Beginn der Aids Krise wurde sie schwulenpolitisch aktiv. Sie sammelte Gelder, unterstützte die Aids Hilfe und kümmerte sich um HIV-Positive. Das waren ihre Jungs, ihre Familie, die in Not war.  Sie kämpfte für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und war bei jeder Schwulenparade mit dabei. Sie bezahlte die erste Streetworkerin für HIV-Prävention in Stuttgart aus eigener Tasche. Sie unterstützt die Aids-Hilfen bis heute und ist ihr Aushängeschild geworden.

 

Buch/Regie/Produktion: ROSA VON PRAUNHEIM

unter Mitarbeit von MARKUS TIARKS

Kamera: DENNIS PAULS, MATTHIAS LAWETZKY

Ton: MARKUS TIARKS

Schnitt: ROSA VON PRAUNHEIM

Postproduktion: MIKE SHEPHARD

Musik: ANDREAS WOLTER

Produktionsleitung: MARKUS TIARKS

Herstellungsleitung: MARTIN KRUPPE

gefördert von MFG, Filmförderung Baden-Württemberg

eine ROSA VON PRAUNHEIM FILMPRODUKTION

 

 

MARIO WIRZ

Video on Demand 

Ein Dokumentarfilm von Rosa von Praunheim

D 2014 - 15 min

Inhalt

Der an Krebs erkrankte Dichter Mario Wirz spricht bei einem Spaziergang mit seinem Freund Rosa von Praunheim eineinhalb Monate vor seinem Tod freimütig über die letzten Dinge, die Kraft der Liebe und die Kraft des positiven Denkens: "Lass uns leben!"

Am 16. April 2013, sechs Wochen vor seinem Tod, erlaubte mir Mario Wirz, ihn bei einem Spaziergang mit der Kamera zu begleiten. Er hatte mehrere Chemo-Therapien hinter sich und die Ärzte hatten ihn aufgegeben. Er konnte nur schwer gehen, musste sich immer wieder auf seinen Rollator setzen und ausruhen. Trotzdem strahlte er einen für ihn ungewöhnlichen Optimismus aus. Er, der sein Leben lang melancholisch war und die traurigen Lieder der Piaf liebte, war plötzlich von einer Heiterkeit berührt, die mich seltsam überraschte und bezauberte. Wir kannten uns mehr als 20 Jahre, lernten uns 1989 kennen, als er meinen Film über Aids in den USA „Schweigen = Tod“ auf deutsch einsprach. Damals vertraute er mir an, dass er HIV-positiv ist. Wir führten über viele Jahre einen regen Briefwechsel, in dem er das Recht auf Privatheit bezüglich seiner Infektion verteidigte und ich ihn beschwor, sich damit öffentlich zu machen, um das Tabu zu brechen und Aufklärung zu schaffen. Schließlich begann er, darüber zu schreiben und hatte großen Erfolg mit dem Buch „Es ist spät, ich kann nicht atmen“. Viele Lyrikbände folgten, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Wir führten gemeinsam Anfang der 90er Jahre einen sonntäglichen Künstler- Salon, bis seine erste, vermutlich HIV-bedingte Krebserkrankung ausbrach, die er überlebte. Er hatte Glück, dass die neuen HIV-Medikamente ihm noch viele produktive Jahre ermöglichten. Vor drei Jahren brach der Krebs erneut aus, aber diesmal verlor er den Kampf gegen die Krankheit. Bei unserer letzten Begegnung am 16. März 2013 hatten wir ein bewegendes Gespräch über Leben und Tod. Gemeinsam schrieben wir in der Frühlings-sonne Gedichte. Seine letzten Worte im Film waren: „Lass uns leben, leben!“ Am 30. Mai 2013 verschwand er im Alter von 56 Jahren von dieser Erde. Aber Dichter haben einen großen Vorteil; sie sind unsterblich.

 

Regie/Buch/Schnitt: Rosa von Praunheim

Kamera: Nicolai Zörn

Ton: Timo Kahlenberg

Postproduktion: Mike Shephard

Produktionsleitung: Markus Tiarks Herstellungsleitung: Martin Kruppe

eine ROSA VON PRAUNHEIM FILMPRODUKTION

 

 

 

Pressestimmen

LAURA - DAS JUWEL VON STUTTGARD

Video on Demand 

Ein Dokumentarfilm von Rosa von Praunheim

D 2014 - 55 min

im Zusammenarbeit mit Deutsche AIDS-Hilfe

Inhalt

Ein Portrait einer engagierten Frau, gerade hat sie für ihr soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten. Sie war eine der ersten im Kampf gegen AIDS.

Laura Halding-Hoppenheit ist nicht nur in Stuttgart eine bekannte Persönlichkeit, sondern hochverehrt in ganz Deutschland wegen ihres Engagements für schwule Gleichberechtigung. In der Aidskrise war Laura von Anfang an da für ihre Freunde, half mit Geld und kämpfte gegen Vorurteile. Laura liebt die Schwulen und die Schwulen lieben Laura. In Stuttgart hatte sie zeitweise drei schwule Lokale, den Kings Club betreibt sie heute noch. Er ist besonders beliebt bei jungen Schwulen, für deren Sorgen sie immer ein offenes Ohr hat. Mein Film zeigt, dass sie in vielen sozialen Bereichen hilft z.B. in der Stricherhilfe, männlich und weiblich. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem „PositHIV-Preis“ und dem Bundesverdienstkreuz geehrt. In diesem Jahr wurde sie in den Gemeinderat für die Linken in Stuttgart gewählt. Geboren wurde Laura in Resiza im rumänischen Banat. Sie machte ihr Diplom in Archäologie und Kunstgeschichte. 1970 kam sie mit ihrem jüdischen Freund nach Deutschland, mit der Absicht, in Hamburg zu promovieren. Sie hatte große Hoffnungen, im Westen mit Kusshand aufgenommen zu werden und wurde bitter enttäuscht. Sie heiratete ihren Freund, eine Vernunftsehe, und verliebte sich prompt bei der Hochzeitsfeier in den Trauzeugen ihres Mannes, einen Hamburger Journalisten. Nach sechs Wochen ließ sie sich scheiden und heiratete den Trauzeugen Ihr Mann bekam eine Stelle als Chefredakteur des Burda Verlages in Stuttgart. Sie bekamen zwei Kinder. Ihr Leben als Mutter und Hausfrau wurde ihr bald zu langweilig. Ihr Mann war viel beschäftigt und so begann sie heimlich im „Kings-Club“, einem bekannten Schwulentreff in Stuttgart, zu arbeiten. Die Schwulen vergötterten sie, liebten ihr rumänisches Temperament und sie liebte die schwulen Männer. Das war ihre Welt. Der „Kings Club“ wurde zu ihrem Schicksal. Sie verliebte sich bald in den bisexuellen Besitzer, aber nach einem heftigen Streit mit ihm machte sie ihr eigenes Lokal „LAURAS“ auf. Viele Gäste folgten ihr. Nach einem Jahr bot man ihr den Kings Club zum Kauf an und sie setzte ihre Affäre mit dem Besitzer fort, der viele Jahre später an Krebs verstarb. Lauras Kinder wuchsen quasi unter Schwulen auf. Sie ist stolz darauf, dass ihre Kinder Toleranz und Akzeptanz lernten. Inzwischen sind ihre Kinder erwachsen und erfolgreiche Juristen. Gleich zu Beginn der Aids Krise wurde sie schwulenpolitisch aktiv. Sie sammelte Gelder, unterstützte die Aids Hilfe und kümmerte sich um HIV-Positive. Das waren ihre Jungs, ihre Familie, die in Not war.  Sie kämpfte für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und war bei jeder Schwulenparade mit dabei. Sie bezahlte die erste Streetworkerin für HIV-Prävention in Stuttgart aus eigener Tasche. Sie unterstützt die Aids-Hilfen bis heute und ist ihr Aushängeschild geworden.

 

Buch/Regie/Produktion: ROSA VON PRAUNHEIM

unter Mitarbeit von MARKUS TIARKS

Kamera: DENNIS PAULS, MATTHIAS LAWETZKY

Ton: MARKUS TIARKS

Schnitt: ROSA VON PRAUNHEIM

Postproduktion: MIKE SHEPHARD

Musik: ANDREAS WOLTER

Produktionsleitung: MARKUS TIARKS

Herstellungsleitung: MARTIN KRUPPE

gefördert von MFG, Filmförderung Baden-Württemberg

eine ROSA VON PRAUNHEIM FILMPRODUKTION

 

 

MARIO WIRZ

Video on Demand 

Ein Dokumentarfilm von Rosa von Praunheim

D 2014 - 15 min

Inhalt

Der an Krebs erkrankte Dichter Mario Wirz spricht bei einem Spaziergang mit seinem Freund Rosa von Praunheim eineinhalb Monate vor seinem Tod freimütig über die letzten Dinge, die Kraft der Liebe und die Kraft des positiven Denkens: "Lass uns leben!"

Am 16. April 2013, sechs Wochen vor seinem Tod, erlaubte mir Mario Wirz, ihn bei einem Spaziergang mit der Kamera zu begleiten. Er hatte mehrere Chemo-Therapien hinter sich und die Ärzte hatten ihn aufgegeben. Er konnte nur schwer gehen, musste sich immer wieder auf seinen Rollator setzen und ausruhen. Trotzdem strahlte er einen für ihn ungewöhnlichen Optimismus aus. Er, der sein Leben lang melancholisch war und die traurigen Lieder der Piaf liebte, war plötzlich von einer Heiterkeit berührt, die mich seltsam überraschte und bezauberte. Wir kannten uns mehr als 20 Jahre, lernten uns 1989 kennen, als er meinen Film über Aids in den USA „Schweigen = Tod“ auf deutsch einsprach. Damals vertraute er mir an, dass er HIV-positiv ist. Wir führten über viele Jahre einen regen Briefwechsel, in dem er das Recht auf Privatheit bezüglich seiner Infektion verteidigte und ich ihn beschwor, sich damit öffentlich zu machen, um das Tabu zu brechen und Aufklärung zu schaffen. Schließlich begann er, darüber zu schreiben und hatte großen Erfolg mit dem Buch „Es ist spät, ich kann nicht atmen“. Viele Lyrikbände folgten, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Wir führten gemeinsam Anfang der 90er Jahre einen sonntäglichen Künstler- Salon, bis seine erste, vermutlich HIV-bedingte Krebserkrankung ausbrach, die er überlebte. Er hatte Glück, dass die neuen HIV-Medikamente ihm noch viele produktive Jahre ermöglichten. Vor drei Jahren brach der Krebs erneut aus, aber diesmal verlor er den Kampf gegen die Krankheit. Bei unserer letzten Begegnung am 16. März 2013 hatten wir ein bewegendes Gespräch über Leben und Tod. Gemeinsam schrieben wir in der Frühlings-sonne Gedichte. Seine letzten Worte im Film waren: „Lass uns leben, leben!“ Am 30. Mai 2013 verschwand er im Alter von 56 Jahren von dieser Erde. Aber Dichter haben einen großen Vorteil; sie sind unsterblich.

 

Regie/Buch/Schnitt: Rosa von Praunheim

Kamera: Nicolai Zörn

Ton: Timo Kahlenberg

Postproduktion: Mike Shephard

Produktionsleitung: Markus Tiarks Herstellungsleitung: Martin Kruppe

eine ROSA VON PRAUNHEIM FILMPRODUKTION

 

 

 

Pressestimmen

Biografie

Biografie

 

ROSA VON PRAUNHEIM (Regie)

Als Holger Mischwitzky 1942 in Riga, Lettland, geboren. Aufgewachsen in der DDR am Rande von Berlin in Teltow-Seehof. 1953 mussten die Eltern flüchten und siedelten sich über Umwegen in Frankfurt am Main an, wo wir im Stadtteil Praunheim wohnten.

Auf dem humanistischen Wöhlergymnasium machte ich meine erste Theaterinszenierung in lateinischer Sprache. Durch den häufigen Schulwechsel brachte ich es aber nicht weit und verließ vor der Mittleren Reife die Schule, wechselte zur Kunstschule Offenbach für ein Jahr.

Dann wurde ich auf der Hochschule für bildende Künstle Berlin in die Abteilung Freie Malerei aufgenommen. Hier studierte ich Anfang der sechziger Jahre, ging aber vor einem Abschluss ab.

1967 entstand mein erstes Buch und auch mein erster Kurzfilm Von Rosa von Praunheim. Durch den Verkauf des Films an den Hessischen Rundfunk konnte ich weitere Filme produzieren. 1968 bekam ich für meinen zweiten Kurzfilm Rosa Arbeiter auf goldener Straße Preise und wurde schnell bekannt.

1970 drehte ich drei größere Filme, darunter Die Bettwurst, die bis heute ein Kultfilm ist und Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er lebt, mit dem ich die neue deutsche Schwulenbewegung mitbegründete. Durch den Skandal, den dieser Film auslöste wurde ich berühmt und berüchtigt.

Bis heute habe ich über 70 Filme gedreht.

Interview

Interview

 

Text

Festivals

Festivals

MARIO WIRZ

- Berlinale 2014

Jetzt im Kino!!

PREMIERE

am 01.12.2014 STUTTGART - CinemaxX Liederhalle

um 19.30 Uhr im Anwesenheit von Laura Halding-Hoppenheit, Romy Haag & Rosa von Praunheim

 

Jetzt im Kino

 

BERLIN

am 7.12.2014 Lichtblick Kino (um 19.00 Uhr) im Anwesenheit von Rosa von Praunheim und Gäste

am 15.12. und 17.12.2014 Babylon Mitte

 

ESSLINGEN

am 27.03.2015 Kommunales Kino im Anwesenheit von Laura Halding-Hoppenheit

 

St. INGBERT

am 01.12.2014 Kinowerkstatt (um 18.00 Uhr)

 

NÜRNBERG

11. - 14.06.2015 Casablanca

 

STUTTGART

04.12. - 17.12.2014 CinemaxX Liederhalle (um 19.00 Uhr)

am 19.07.2015 CinemaxX Liederhalle