AUF DER SUCHE NACH HEILERN oder ICH BIN EIN HYPOCHONDER

D 2014, 90 Min, FSK: 0

Rosa von Praunheim beschäftigt sich auf seine eigene Art mit den vielen Varianten des Heilens, die es weltweit gibt. Er entschloss sich zu einem Selbstversuch und begab sich in die Hände von außergewöhnlichen Heilern. Unter anderem traf er den Mönch Anselm Grün und den Pflanzenkundler Wolf-Dieter Storl.

 
 

AUF DER SUCHE NACH HEILERN oder ICH BIN EIN HYPOCHONDER

D 2014, 90 Min, FSK: 0

Rosa von Praunheim beschäftigt sich auf seine eigene Art mit den vielen Varianten des Heilens, die es weltweit gibt. Er entschloss sich zu einem Selbstversuch und begab sich in die Hände von außergewöhnlichen Heilern. Unter anderem traf er den Mönch Anselm Grün und den Pflanzenkundler Wolf-Dieter Storl.

Inhalt

Inhalt

"Ich bin ein Hypochonder. Bei jeder Gelegenheit probiere ich neue Heilmethoden aus. Die Homöopathie schaffte bei mir, was herkömmliche Medizin nicht vermochte: Mich von Asthma und meinen unerträglichen Kopfschmerzen zu heilen. Aber meine Reizblase machte mir Sorgen, mein grüner Star, meine Arthrose im großen Zeh und meine Polypen in der Nase. Ich entschloss mich zu einem Selbstversuch und nutzte die Dreharbeiten, um mich in die Hände von außergewöhnlichen Heilern zu begeben. Ich lernte Geistheiler, Gesundbeter und Schamanen kennen. Ich besuchte ein Seminar von Dr. Zhi Gang Sha, der für seine Seelenoperationen berühmt ist. Ich traf den Bestsellerautor und Mönch Anselm Grün und war begeistert vom Pflanzenkundler Wolf-Dieter Storl, der mir den Tipp gab, meine Reizblase mit Brennnesseln zu behandeln. Ich suchte Rosina Sonnenschmidt auf, die eine Humortherapie anbietet, und der Drogenexperte Christian Rätsch erzählte mir von der heilenden Wirkung von Rauschpflanzen. Ich machte eine Rückführung in meine früheren Leben und fand heraus, dass ich einst ein großer starker Baum war. Aber ich traf auch auf Menschen, die ernsthaft krank sind, wie der junge Sänger Davide Paradiso, der an MS erkrankt ist, und für sich eine eigene Philosophie entwickelt hat. Vor allem hat mich der Physiker Karl-Heinz Pantke beindruckt, der uns allen, trotz seiner schweren Behinderung, Mut zum Leben macht. Das riesige Angebot von alternativen Heilmethoden ist faszinierend. Ich entschloss mich wertfrei und hingebungsvoll allem und jedem zu glauben, denn das ist es, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Der Glaube an Götter, Geister und an das Leben vor und nach dem Leben."

Rosa von Praunheim

 

Credits

Stabliste

Regie, Buch, Produktion, Schnitt

ROSA VON PRAUNHEIM

unter Mitarbeit von

MARKUS TIARKS

Kamera

DENNIS PAULS, NICOLAI ZÖRN, MATTHIAS LAWETZKY

Ton

THOMAS SCHRADER, OLIVER SECHTING, MANJA EBERT

Postproduktion

MIKE SHEPHARD

Musik

ANDREAS WOLTER

Recherche

JOHANNES FRESE

Produktionsleitung

MARKUS TIARKS, OLIVER WIßMANN, MARTIN KRUPPE (WDR Herstellungsleitung)

Redaktion

JUTTA KRUG (WDR), BARBARA DENZ (NDR), THOMAS SESSNER(BR), JENS STUBENRAUCH (RBB)

mit

Maximiliane Hiemisch, Dr. Andreas Straube, Maria von Heyden, Davide Paradiso, Andreas Krüger, Christian Weymayr, Prof. Martin Lambeck, Dr. Rosina Sonnenschmidt, Harald Knauss, Anselm Grün, Jürgen Fliege, Dr. Zhi Gang Sha, Bernd Kramer, Dr. Gunther Kahle, Klaus-Dieter Haack, Jenny Langhammer, Heidrun Berlin, Dr. Karl-Heinz Pantke, Dr. phil. Christian Rätsch, Heidi Baatz, Sandy Wieselmann, Vianda Fliegner, Mariananda, Steffen Zimpel, Dr. Wolf-Dieter Storl, Yoga and More

 

Hergestellt von ROSA VON PRAUNHEIM FILMPRODUKTION im Auftrag des WDR in Koproduktion mit NDR, BR un RBB

 

Pressestimmen

Pressestimmen

"Rosa von Praunheims Reise durch die Welten unterschiedlicher Heilmethoden interessierte, amüsierte und verwunderte die Zuschauer, die einen abwechslungsreichen und sehr privaten Film zu sehen bekamen" WDR.de

Biografie

Rosagrafie

 

Als Holger Mischwitzky 1942 in Riga, Lettland, geboren. Aufgewachsen in der DDR am Rande von Berlin in Teltow-Seehof. 1953 mussten die Eltern flüchten und siedelten sich über Umwegen in Frankfurt am Main an, wo wir im Stadtteil Praunheim wohnten. Auf dem humanistischen Wöhlergymnasium machte ich meine erste Theaterinszenierung in lateinischer Sprache. Durch den häufigen Schulwechsel brachte ich es aber nicht weit und verließ vor der Mittleren Reife die Schule, wechselte zur Kunstschule Offenbach für ein Jahr. Dann wurde ich auf der Hochschule für bildende Künstle Berlin in die Abteilung Freie Malerei aufgenommen. Hier studierte ich Anfang der sechziger Jahre, ging aber vor einem Abschluss ab. 1967 entstand mein erstes Buch und auch mein erster Kurzfilm Von Rosa von Praunheim. Durch den Verkauf des Films an den Hessischen Rundfunk konnte ich weitere Filme produzieren. 1968 bekam ich für meinen zweiten Kurzfilm Rosa Arbeiter auf goldener Straße Preise und wurde schnell bekannt. 1970 drehte ich drei größere Filme, darunter Die Bettwurst, die bis heute ein Kultfilm ist und Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er lebt, mit dem ich die neue deutsche Schwulenbewegung mitbegründete. Durch den Skandal, den dieser Film auslöste wurde ich berühmt und berüchtigt. Bis heute habe ich über 70 Filme gedreht. Neben dem Thema Homosexualität habe ich Filme in und über New York gemacht (Überleben in New York) und Filme mit älteren vitalen Frauen (Evelyn Künneke und Lotti Huber). Ich habe einige Filme über Aids gemacht und mich persönlich in der Aids Krise fast 10 Jahre für Prävention engagiert. Mein Outing von schwulen Prominenten war ein Verzweiflungsschrei auf dem Höhepunkt der Aidskrise.1992 verfilmte ich das Leben des Transvestiten Charlotte von Mahlsdorf Ich bin meine eigene Frau. Die meisten meiner Filme sind auf vielen internationalen Festivals gelaufen. Ich hatte unzählige Retrospektiven meiner Filme in der ganzen Welt. Vor einigen Jahren widmete mir die Cinematheque in Los Angeles eine große Werkschau. Es folgten Retros in Argentinien in der Türkei.usw Im Herbst 1999 habe ich einen meiner schönsten Filme in einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern gedreht, Wunderbares Wrodow. Er bekam den Robert Geisendörfer Medienpreis. Es folgte Der Einstein des Sex, der im März 2000 im Ventura Verleih, in die Kinos kam und Can I Be Your Bratwurst, Please? mit Jeff Stryker, den ich im Winter ‘98 in Hollywood drehte und der bis jetzt auf über 200 internationalen Festivals lief. Im Frühjahr 2000 drehte ich für ZDF und ARTE die lange Dokumentation Für mich gab es nur noch Fassbinder - die glücklichen Opfer des Rainer Werner F. die im Winter 2000 ins Fernsehen kam. Im Februar 2002 wurde bei den den Berliner Filmfestspielen im Panorama meine Doku Tunten lügen nicht mit den Berliner Tunten Ovo Maltine, Tima der Göttlichen, Bev Stroganoff und Ichgola Androgyn uraufgeführt und ist seitdem auf vielen internationalen Festivals zu sehen. Mein Spielfilm Kühe vom Nebel geschwängert mit dem Obdachlosentheater Die Ratten wurde im September 2002 auf den Filmfestspielen in Venedig gezeigt, später auf den Festivals in Hof und Rotterdam und bekam eine kleine Kinoauswertung. Zu meinem 60. Geburtstag am 25. November 2002 drehte ich zusammen mit dem Kameramann Rene Krumenacher einen autobiographischen Film, mit dem Titel Pfui Rosa. Im Herbst 2003 stellte ich die Dokumentation Ratten 07 für das ZDF/ARTE her. 2005 stellte ich drei Kurzfilme her über schwule Zeitzeugen der Nazizeit: Umsonst gelebt – Walter Schwarze (Kurzfilm, 16 Min.) Walter Schwarze war fünf Jahre im KZ wegen seiner Homosexualittät und gab mir dieses Interview kurz vor seinem Tod. Liebe und Leid – Albrecht Becker (14 Min.) Ich interviewte den Filmarchitekten Albrecht Becker mit über 90 Jahren und er erzählte mir, dass er in der Nazizeit wegen seiner Homosexualität für 3 Jahre ins Gefängnis kam, aber als Masochist diese Zeit genossen hat. Schwein gehabt – Joe Luga (11 Min.) Der Sänger Joe Luga hat in den vierziger Jahren bei den Nazis in Frauenkleidern Truppenbetreuung gemacht und ist erst in den fünfziger und sechziger Jahren wegen seiner Homosexualität ins Gefängnis gekommen. Dein Herz in meinem Hirn ist ein Spielfilm über Kannibalismus, der bei den Filmfestivals in Montreal und Hof 2005 gezeigt wurde. Ich hatte die Ehre mit zwei großartigen Schauspielern Martin Molitor und Martin Ontrop arbeiten zu dürfen. Bei den Berliner Filmfestspielen 2005 durfte ich drei neue Filme zeigen. Wer ist Helene Schwarz – eine lange Dokumentation über die Muse des deutschen Films, die 36 Jahre an der Deutschen Film und Fernsehakademie in Berlin Studenten betreut und heute immer noch im Alter von 78 Jahren dort arbeitet. Ein liebevolles Portrait einer wunderbaren Frau und eine Geschichte des deutschen Films mit vielen berühmten Regisseuren. Männer Helden und schwule Nazis – eine lange Dokumentation über schwule Männer und ihrem Interesse an rechtsradikalen Gedankengut. 2006 drehte ich Mit Olga auf der Wolga eine Doku über eine Flusskreuzfahrt von Moskau nach Sankt Petersburg mit einer Gruppe von originellen Berlinern. Der Spielfilm Sechs tote Studenten ist eine Komödie über meine Zeit als Filmprofessor. Im Jahre 2000 offenbarte mir meine damals 94-jährigen Mutter, dass ich nicht ihr Sohn bin. Sie hatte mich in Riga während der deutschen Besatzung in einem Kinderheim gefunden. Mehr sagte sie nicht. Im Jahr 2003 verstarb sie. Zuerst wollte ich nicht nach meiner leiblichen Mutter forschen, da ich eine liebevolle hatte. Erst später erwachte meine Neugier. Doch ohne meinen richtigen Familiennamen schien die Suche zwecklos. Durch einen lettischen Journalisten fand ich Agnese, die im Staatlichen Archiv Lettlands Erstaunliches herausfand. Ebenso erstaunlich war es, dass ich in Berlin tatsächlich meine richtige Geburtsurkunde fand. Darin stand, dass ich 1942 im Zentralgefängnis in Riga zur Welt gekommen war. Ich dokumentierte die Suche in dem Film Meine Mütter, der auf den Hofer Filmtagen im Oktober 2007 seine Premiere hatte. Anfang 2008 beendete ich den Film Tote Schwule – lebende Lesben. Ich verband Zeitzeugen der Nazizeit mit starken lesbischen Frauen von heute. In Hof zeigte ich im Herbst 2008 meinen Kurzfilm Rosa Riese, einen Film über einen Massenmörder aus Brandenburg. Das Festival verlieh mir den Filmpreis der Stadt Hof, eine ganz besondere Auszeichnung für mich, da ich seit über 20 Jahren eng mit dem Festival verbunden bin, dort 14 Filme zeigen durfte. 2009 drehte ich den Film Rosas Höllenfahrt, einen Dokumentarfilm, in dem ich mich auf die historischen Spuren der Höllenvorstellungen verschiedener Religionen und Kulturen begebe. Eine Retrospektive in New York entfachte meine Liebe zu der Metropole neu. Ich wollte unbedingt wieder einen New-York-Film drehen. Ich traf viele Protagonisten meiner früheren Filme wieder und so entstand die Idee zu der Dokumentation New York Memories, die Fortsetzung meines Kinoerfolges Überleben in New York. Auf der Berlinale 2011 hatte mein Film Die Jungs vom Bahnhof Zoo Premiere, ein Film über männliche Prostitution in Berlin. Im Februar 2012 zeigte ich auf der Berlinale den Dokumentarfilm König des Comics über den begnadeten Comiczeicher Ralf König. Auf den Hofer Filmtagen 2012 stellte ich mein mehr als zwanzigstündiges Kurzfilmprojekt ROSAS WELT: 70 Filme zum 70. Geburtstag vor. Auf der Berlinale 2013 erhielt ich die Berlinale-Kamera.

Interview

Interview

 

Text

Festivals

Festival Deutschland

07. - 17.05.2014 Dok.fest München

03. - 07.09.2014 Ifab Berlin (am 06.09 um 18.00 Uhr in Anwesenheit von Rosa von Praunheim)

 

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PREVIEWS und PREMIERE

 

BAMBERG

am 16.11.2014 und am 23.11.2014 Lichtspiel Bamberg

 

BERLIN

am 20.09.2014 - um 15:30 Uhr  - Bundesplatzkino - (West-Berliner Premiere)

am 24.09.2014 - um 18:00 Uhr - Kino Babylon Mitte - (Ost-Berliner Premiere)

 

FREIBERG

am 01.03.2016 ePi-Zentrum

 

GEISLINGEN AN DER STEIGE

am 21.04.2015 Gloria Kino Center

 

HANNOVER

03. - 11.11.2014 Kommunales Kino

 

NEUBURG an der DONAU

10.06.2015 Kinopalast Neuburg