TodesPolka_Plakat_DE

TODESPOLKA

Ein film von Michael Pfeifenberger & Stephan Demmelbauer

 

Anhand eines konkreten Einzelschicksals stellt der Film in beklemmenden Bildern den Alltag in einem „rundum erneuerten“ Österreich dar – zwei Medizinstudenten, ein geistig Behinderter und eine Prostituierte bekommen den neuen Zeitgeist hautnah zu spüren. Es herrscht wieder Recht und Ordnung im Lande, die EU-Mitgliedschaft gehört der Vergangenheit, bezahlt wird wieder mit dem Schilling - und aus harmlosen Menschen brechen die niedrigsten Instinkte hervor.

„Todespolka“ ist eine cineastische Reflexion auf die tragikomische politische Entwicklung in Österreich. Die Handlung ist frei erfunden und hat mit den Vorgängen rund um den vergangenen Präsidentschaftswahlkampf fast gar nichts zu tun.

TodesPolka_Plakat_DE

TODESPOLKA

Ein film von Michael Pfeifenberger & Stephan Demmelbauer

 

Anhand eines konkreten Einzelschicksals stellt der Film in beklemmenden Bildern den Alltag in einem „rundum erneuerten“ Österreich dar – zwei Medizinstudenten, ein geistig Behinderter und eine Prostituierte bekommen den neuen Zeitgeist hautnah zu spüren. Es herrscht wieder Recht und Ordnung im Lande, die EU-Mitgliedschaft gehört der Vergangenheit, bezahlt wird wieder mit dem Schilling - und aus harmlosen Menschen brechen die niedrigsten Instinkte hervor.

„Todespolka“ ist eine cineastische Reflexion auf die tragikomische politische Entwicklung in Österreich. Die Handlung ist frei erfunden und hat mit den Vorgängen rund um den vergangenen Präsidentschaftswahlkampf fast gar nichts zu tun.

Inhalt

Inhalt

:: Eine grotesk-trashige Horrorvision eines populistischen Regimes im Europa der Neuzeit ::

Das „rundum erneuerte“ Österreich ein halbes Jahr nach der 'freundlichen Übernahme' durch die Bürgerpartei: Es herrscht wieder Recht und Ordnung im Lande, die EU-Mitgliedschaft gehört der Vergangenheit an, der Schilling kehrt zurück in die Geldbeutel. Die neue Bundeskanzlerin mit dem passenden Namen Sieglinde Führer sät in ihren populistischen Reden Hass, Intoleranz und Gewalt.

"Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, dem passiert auch nichts", meinen die zwei jungen Medizinstudenten Raphael und Michael. Doch sie dürften sich geirrt haben, denn die Zeiten sind schwer für Abweichler und Andersdenkende.

Sieglinde Führers Saat geht sehr bald auf: Während der cross-medialen Liveübertragung der traditionellen Polka-Show zur Sonnenwende eskaliert die Situation im Volk.

Durch eine kompromisslose Übersteigerung der Realität entsteht ein groteskes, zugleich aber auch beklemmendes Bild einer Gesellschaft, die durchaus unsere sein könnte.

 

 

Credits

Credits

Stab

Regie Michael Pfeifenberger
Produktion und Buch Stephan Demmelbauer
Kamera Marco Zwitter
Schnitt Alexander Frohner
Tonmischung Clemens Kloss
Produktionsleitung Gerhard Hannak
Aufnahmeleitung Christoph Birkner
Ton Günther Tuppinger
Szenenbild Judith Saupper
Regieassistenz Andrea Hügli
Musik Ulrich Drechsler, Manfred Holub, Michael J. Morgen, u.v.a.

Besetzung
Alexander Pschill Gustav
Stefano Bernardin Raphael
Tamara Stern Sieglinde Führer
David Wurawa Michael
Oliver Huether Herr Blaskovic
Dennis Cubic Sohn Hansi

und mit:

Dieter Witting, Silvia Fenz, Michael Schuberth, Elisabeth Ebner Haid, Vivian Bartsch, Ana Stefanovic, Sarah Timpe, Veronika Polly, Martin Weinek, Vincent Bueno, Lana Francis, Valentin Schreyer, Stephan Kreiss, Julia Cencig, Eduard Wildner u.v.a. sowie Hund Jastin Abba-Sonia

Festivals

Festival

44. HOFER FILMTAGE 2010
Festival de Cine de Zaragoza 2010
DIAGONALE Graz 2011

THE BRONZE PALM AWARD des 2011 Mexico International Film Festival

 

 

 

Downloads

 

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Jetzt im Kino!!

Termine

 

BERLIN
am 19.05.2011 um 20:00 Uhr     BROTFABRIK

PREMIERE mit Gästen (Regisseur & Crew)

 

BERLIN
19.05. - 08.06.2011 ___ BROTFABRIK

20.05. + 21.05.2011 ___ FILMKUNST 66

 

 

BREMERHAVEN
09.06. - 15.06.2011     PASSAGE KINO

 

LEUTKIRCH
09.06. - 12.06.2011    CENTRAL THEATER

 

MÜNCHEN
19.05. - 08.06.2011 MUSEUM LICHTSPIELE

 

SAARBRÜCKEN
25.08. - 31.08.2011   FILMHAUS

 

SCHWÄBISCH HALL
22.07. - 24.07.2011    KINO IM SCHAFSTALL

 

WIEN
09.11. - 19.12.13 _____ Breitenseer Lichtspiele

 

Pressestimmen

 

 

Pressestimmen

 

Es dämmert im Land

 

'Todespolka', eine Politsatire aus Österreich

Italien geht raus aus der EU. Neue Sanktionen aus Brüssel. Anlaufschwierigkeiten nach Schillingumstellung. Hitzerekord zu Sommerbeginn ... Recht gewöhnliche Nachrichten sind das, übers Radio, in der kleinen Parallelwelt Österreich. Einem Österreich, das auch schon die EU verlassen hat, die alte Währung wieder einführte und sich begeistert über die neue Führerin, Dr. Sieglinde Führer. Das Programm, mit dem sie reüssiert, ist zum großen Teil bekannt aus der deutschen Geschichte: Arbeitslager, uniformierte Sturmtrupps, Hetze auf Schwule, Kinderschänder, nigerianische Drogendealer. Dazugekommen sind Moschee- und Burkaverbot.

'Todespolka' von Michael Pfeifenberger ist eine kleine unabhängige Produktion, die in ihren schönsten Momenten an die Stimmung amerikanischer Endzeit-Movies herankommt - schweres Licht der Dämmerung, das die Totalmelancholie über kleine Häuser am Stadtrand legt, in der Sonnwendnacht, die die neue Partei durchmacht. In seinen schlimmsten Momenten kommt der Film mit schwerfälliger, tumber Politsatire daher. Aber die idyllische Miniaturen sind wunderschön, zwischen Erdäpfelklauben auf dem Acker und routiniert gelangweilten SM-Szenen mit Domina.göt

TODESPOLKA, Österreich 2011 - Regie: Michael Pfeifenberger. Buch: Stephan Demmelbauer. Mit: Alexander Pschill, Stefano Bernardin, Tamara Stern. missingFilms, 81 Minuten.

Süddeutsche Zeitung

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TODESPOLKA

 

Dr. Sieglinde Führer ist Österreichs neue Kanzlerin und lässt das Land erst mal aus der EU austreten und den Schilling wieder einführen. Die braven Bürger sind begeistert und sagen allen "Staatszersetzern und Gutmenschen" den Kampf an. Trashig-satirische, etwas grob gestrickte Horrorvision mit gruselig realistischen Anklängen.

KulturSpiegel (Daniel Sander)

 

 

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DIE TOTALE SIEGLINDE

Ein lautes und vernehmliches Plopp ist das erste, was man hier hört. Doch es ist nicht eine Weinflasche, die entkorkt wird, sondern der Allerwerteste eines submissiven Parteibonzen. Der lässt sich gerade in einem Keller von einer Domina den Dildo herausziehen. Gerade noch rechtzeitig um mitzubekommen, dass seine Parteichefin Dr. Sieglinde Führer soeben die Mehrheit bei den Wahlen in Österreich errungen hat und damit in Zukunft die Geschicke des Landes stramm nach Steuerbord, an den äußersten rechten Rand steuern wird. Das Parteiprogramm der "Führerin" ist einfach und klingt auf seltsame Weise vertraut: Asylanten, Islamisten und linke Gutmenschen raus oder besser noch ins Arbeitslager, eine massive Aufstockung der Polizeipräsenz, dazu Wiedereinführung des Schilling und der Austritt aus der verhassten EU, um die nationale Eigenständigkeit wieder zu erlangen. Und – natürlich – soll auch die Todesstrafe wiedereingeführt werden, während Kinderschänder und andere Perverse einer chemischen Kastration unterzogen werden sollen. Aber natürlich: "Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, dem wird auch nichts geschehen." Das kennen wir ja. Mit anderen Worten: Die neue Kanzlerin der Österreicher bedient sich all jener Maßnahmen, die dem Stammtischvolk und den Populisten in allen Ländern Europas die Freudentränen ins Gesicht treiben.

Ein halbes Jahr später schon sind die Auswirkungen der Politik deutlich zu spüren. Nicht nur die Polizei, sondern auch der ganz normale Bürger von nebenan drangsaliert jeden, der irgendwie anders ist. Und das bekommen eines Abends und nachts insbesondere zwei junge Medizinstudenten (einer davon mit afrikanischen Wurzeln) zu spüren, die sich nichtsahnend einfach einen schönen Abend mit ein paar Bier machen wollen. Und während der Mob tobt, läuft im Fernsehen eine Volksmusiksendung, bei der die Kanzlerin zu Polkamelodien gegen Ausländer und Andersdenkende hetzt – eine Gehirnwäsche, die in dieser Nacht Wirkung zeigen wird...

Todespolka ist grell, laut, banal, wüst, wenig subtil, grob überzeichnet und sichtlich mit billigsten Mitteln umgesetzt. In manchen Momenten wirkt der Film wie eine wilde Trash-TV-Show, dann wieder wie handgeschnitztes Bauerntheater, wie ein Werk anerkannter Randständiger wie Peter Kern oder Christoph Schlingensief oder wie reiner Punk. Im glatt geschliffenen und küchenpsychologisch stets fundierten jungen deutschen oder deutschsprachigen Kino finden solche Filme eigentlich schon seit langem überhaupt nicht mehr statt. Der schlampige Look und die rumpelnden Dialoge, die jähgen Sprünge und krassen Übertreibungen treten allerdings so gehäuft auf, dass man durchaus vermuten muss, dass Pfeifenberger und sein Drehbuchautor Demmelbauer aus der Not des knappen Budgets eine Tugend gemacht haben. Je nach persönlichem Geschmack findet man das völlig missraten oder grenzgenial, die Wahrheit liegt wohl irgendwo auf halber Strecke.

Was übrigens auch für den fiktiven Charakter des Plots gilt. Wer das alles grob überzeichnet findet und fest überzeugt ist, dass die Geschichte frei erfunden ist und keinerlei Ähnlichkeit mit der österreichischen Realität aufweist, dem sei entgegnet: Ja. Oder besser noch: Ja, aber. Denn die flotten Sprüche der Führerin stammen aus dem Parteiprogramm der rechtspopulistischen FPÖ, die in der Politik der Alpenrepublik keine ganz unbedeutende Rolle spielt.

kino-zeit.de (Joachim Kurz)
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TODESPOLKA

Rechtsruck in Wien: grotesk überzogene Trash-Satire über ein neues Österreich, in dem drei liberale Studenten nichts mehr zu Lachen haben.

Nach Hitler und Haider heißt der nächste österreichische Faschist Sieglinde Führer. So plakativ geht es zu in der Politsatire des Duos Michael Pfeifenberger (Regie) und Stephan Demmelbauer (Drehbuch und Produktion). Der hohe Trash-Faktor ist keineswegs nur dem geringen Budget geschuldet, sondern steht in der Tradition des frühen Christoph Schlingensief. Terrain der bewusst billig aufgezogenen Groteske ist eine bräsige Spießbürger-Hölle à la Ulrich Seidl, wo sich die niederen Instinkte des braunen Proletariats animalisch Bahn brechen und Jagdszenen aus Niederösterreich entfesseln.

Nicht der Politbetrieb, sondern seine Auswirkungen auf den in grellgelber Falschfarbbeleuchtung ausstaffierten Alltag bestimmen das Geschehen. Ein halbes Jahr ist es her, dass die volkstümliche Dirndlträgerin Führer (Besetzungs-Gag: die Deutsch-Israelitin Tamara Stern) als Bundeskanzlerin die Alpenrepublik umgekrempelt hat Sie hat Ausländer rausgeschmissen, Todesstrafe und Arbeitslager eingeführt. Es regieren Recht, Ordnung und null Toleranz. In diesem Umfeld gelten die Medizinstudenten Raphael (Stefano Bernardin), sein schwarzer Kommilitone Michael (David Wurawa) und Gabriela (Viviane Bartsch), die ihr Studium als Teilzeit-Domina finanziert, in der anti-intellektuellen Anrainergemeinschaft als verdächtig. Während im Fernsehen die traditionelle Polka-Show mit Frau Führers Hasspredigten das Volk verhetzt, bläst der geifernde braune Mob zum sommerlichen Halali auf Michael. Er stirbt an einem Bauchschuss und auch seine Freunde leben Dank tatkräftiger Unterstützung der Polizei nicht mehr lange, was wiederum in ein Vorgarten-Massaker ausartet.

Davor peitscht die Domina ihren Kunden, bis dieser zur Sieg-Heil-Rufen ejakuliert und stirbt. Subtiler wird es nicht. Die schrille Travestie karikiert ausgiebig und stellt alle möglichen Klischees als giftige Kolportage aus. "Todespolka" ist keine anspruchsvolle Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus oder Faschismus, sondern eine gallige Farce, die ihren Ekel vor der Manifestation von Intoleranz und Gewalt ausstellt - und damit offene Türen einrennt. So wird die Botschaft zumindest unmissverständlich und mit boshaftem Gespür für das physisch wie psychisch Hässliche durchbuchstabiert.
kino.de (Thorsten Krüger)
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Todespolka

Erschreckende Vision

Kinostart: 19.5.2011
Politsatire: Das Österreich der Zukunft wird von einer rechtsextremen Kanzlerin geführt. Der unpolitische Raphael merkt bald, dass auch Nichtstun Folgen hat.

 

Es ist schon ziemlich erschreckend, was uns da aus der benachbarten Alpenrepublik erreicht: "Todespolka" von Michael Pfeifenberger ist ein mit sichtlich bescheidenen Mitteln, dafür umso größerem Engagement hergestelltes Werk, das seinen Trashfilm-Charakter selbstbewusst, um nicht zu sagen stolz, nein vielmehr: rotzfrech ausstellt.
Erschreckend jedoch ist nicht nur die Billigheimer-Form dieser, so die Eigenwerbung, "unerwartet wirklichkeitsnahen Politsatire", erschreckend ist auch das, was sie erzählt. Die bekanntermaßen stark rechtslastigen politischen Verhältnisse in ihrer Heimat nämlich nehmen Pfeifenberger und sein Drehbuchautor Stephan Demmelbauer zum Ausgangspunkt für eine alpträumerische Projektion in die Zukunft. In der hat auch Österreich endlich eine Bundeskanzlerin: Sieglinde Fuehrer heißt sie und hat, kaum an der Macht, Nägel mit Köpfen gemacht. Zum Zeitpunkt des Einsetzens der Handlung ist Österreich aus der EU ausgetreten, hat den Schilling wieder eingeführt, die Polizeikräfte aufgestockt und geht entschlossen gegen Überfremdung vor.

In jener schicksalhaften Nacht nun, in der die Todespolka getanzt wird, muss der harmlose Sich-Heraushalter Raphael feststellen, dass es mit der Parole der Rechten, "Wer sich nichts zu Schulden kommen lässt, dem geschieht auch nichts", die er sich wie ein Mantra immer wieder vorsagt, nicht weit her ist. An jenem Abend nämlich sollte eigentlich sein Studienkollege Michael zu Besuch kommen, nur leider hat Michael die falsche Hautfarbe und fällt, da Raphael sich verspätet und "der Neger" allein auf der Straße Verdacht erregt, in die Hände von dessen rassistischen Nachbarn. Eines führt zum anderen und als der Morgen anbricht, liegen eine Menge Leichen auf dem perfekt getrimmten Rasen des Reihenhauses in der Vorstadtsiedlung.

Kontrastiert wird die nächtliche Eskalation mit Schaltungen zu einer im Fernsehen übertragenen Sonnenwendfeier, bei der die Bundeskanzlerin Maßkrug schwenkend große Reden schwingt – und darüber hinaus Dreikönigs-Treffen und andere Bierzelt-Kundgebungen bis zur schauerlichen Kenntlichkeit entstellt werden.

In Österreich wirkende Parteien werden in "Todespolka" nicht namentlich genannt, aber wer einmal in Wien an Staffetten von Wahlplakaten vorbeiging, auf denen Heinz-Christian Strache von der FPÖ "Lieber daham (d.i.: daheim) statt Islam" oder "Abendland in Christenhand" verkündete, der begreift sofort, dass Pfeifenberger kein Hysteriker ist und sein Film keine paranoide Kopfgeburt. Vielmehr denkt Pfeifenberger die zunehmende Verrohung der politischen Kultur in seinem Heimatland konsequent zu Ende. Auf die Frage "Wo soll das alles hinführen?" gibt dieser Film eine mögliche Antwort. Sie fällt bitter aus.

Todespolka, Österreich 2010, Regie: Michael Pfeifenberger, Buch: Stephan Demmelbauer, mit Alexander Pschill, Stefano Bernardin, Tamara Stern, David Wurawa, Oliver Huether u.a., ab 16, 81 min, Kinostart: 19. Mai 2011 bei missingFilms

Fluter.de (Alexandra Seitz)

 

 

 

Biografie

 

Biografien

Biografie Michael Pfeifenberger (Regie)
Michael Pfeifenberger wurde am 10. April 1965 in Zederhaus/Salzburg geboren und ist seit 1997 als österreichischer Regisseur und Autor tätig. Sein erster Spielfilm „Thanksgivin' – Die nachtblaue Stadt“ (2001) wurde in Österreich und auf internationalen Filmfestivals gespielt. Pfeifenberger wurde 2004 als „Filmmaker in residence“ an die Ben Gurion Universität/Israel eingeladen, wo er den Spielfilm „Chaltura – Leila & Lena“ realisierte.

Filmografie (Auswahl)
2010        Todespolka
2008        Josef Winkler – Der Kinoleinwandgeher, Episodenfilm
2007        Else‘s Song – Yerushalaim Shel Else
2005        Chaltura – Leila & Lena,
2003        011 Beograd
2000        Thanksgivin‘ – Die nachtblaue Stadt
1999        Alles werden gut, Kurzfilm
1998        That's all Johnny, Kurzfilm

Biografie Stephan Demmelbauer (Produzent, Autor)
Stephan Demmelbauer ist Arzt und Autor in Wien. Er hat vor dreizehn Jahren begonnen, Drehbücher zu schreiben und die oft kompromisslosen Geschichten selbst zu produzieren. Gemeinsam mit dem Filmemacher Michael Pfeifenberger realisierte er die ersten Kurzfilme, die beim Max-Ophüls-Preis und in Aix-en-Provence zu Festivalehren kamen. Der inspirierende Kontakt zu Marianne Sägebrecht und Alexander Pschill ermutigte Pfeifenberger und Demmelbauer zu ihrem ersten Spielfilm „Thanksgivin' – Die nachtblaue Stadt“. Die Arbeiten zur Politsatire   „Todespolka“ begannen im Jahr 2008, im März 2010 wurde er fertig gestellt.

Filmografie
2010        Todespolka
2000        Thanksgivin‘ – Die nachtblaue Stadt
1999        Alles werden gut, Kurzfilm
1998        That's all Johnny, Kurzfilm

Biografie Stefano Bernardin (Raphael)
Stefano Bernardin, der vier Sprachen spricht und am Konservatorium der Stadt Wien zum Schauspieler ausgebildet wurde, ist einem breiteren Publikum durch seine Rolle in der Erfolgsserie „Schlosshotel Orth“ bekannt geworden. Er stand außerdem für etliche weitere Serien (u. a. „Medicopter 117“, „Julia - Eine ungewöhnliche Frau“, „Kommissar Rex“, „SOKO Kitzbühl“) in Episodenrollen sowie in mehreren Kinofilmen vor der Kamera. 2002 erhielt er eine Goldene Romy als „beliebtester männlicher Shooting Star“, 2005 den Nestroy-Theaterpreis als bester Nachwuchsdarsteller. Neben seinen Fernseh- und Kinorollen spielt er regelmäßig in verschiedenen Theatern.

Filmografie - Kino (Auswahl)
2000        Rocco (Regie: Houchang Allahyari)
2001        All the Queen's Men (Regie: Stefan Ruzowitzky)
2001        Die Parasiten, Kurzfilm (Regie: Clemens Röck)
2003        Auf Wolke 7 (Regie: Michael Grimm)
2005        Wake Up Dead Man (Regie: Mario Schweiger/Christoph Stadlhofer)
2007        A possible End – Hommage an "Warten auf Godot" (Regie: Deniz Arslan)
2010        Todespolka (Regie Michael Pfeifenberger)

Biografie Alexander Pschill (Gustav)
Der 1970 geborene Schauspieler Alexander Pschill studierte von 1989 bis 1993 am Conservatory Seattle/Washington und schloss mit dem Bachelor of Fine Arts ab. 1996 startet seine Theaterkarriere. Mit einer Hauptrolle in Peter Patzaks TV-Produktion „1945“ begann seine Fernsehkarriere. Weitere Hauptrollen verkörperte er in „Der Sohn des Babymachers“ und „Glück auf Raten“ (beides 1995). Ab 2000 gehörte Alexander Pschill zur Besetzung der Serie „Julia - Eine ungewöhnliche Frau“. Nach einer Episodenrolle 1994 in der Folge „Blutspuren“ übernahm er 2001 neben Elke Winkens die Hauptrolle in der Serie „Kommissar Rex“.  Auf der Leinwand sah man den Schauspieler u. a. in „Beastie Girl“ (1997) und in den Kurzfilmen von Michael Pfeifenberger „That's all Jonny“ (1996), „Alles werden gut“ (1997) sowie in dessen Spielfilm „Thanksgivin‘ – Die nachtblaue Stadt“ (2000). 2001 wurde Pschill mit der Goldenen Romy als „Shootingstar des Jahres“ ausgezeichnet.

Filmografie - Kino (Auswahl)
2010        Todespolka (Regie: Michael Pfeifenberger)
2003        Schatten (Regie: Markus Engel)
2000        Thanksgivin‘ – Die nachtblaue Stadt (Regie: Michael Pfeifenberger)
1999        Alles werden gut, Kurzfilm (Regie: Michael Pfeifenberger)
1998        That's all Johnny, Kurzfilm (Regie: Michael Pfeifenberger)
1997        Beastie Girl (Regie: Johannes Fabrick)

Biografie Tamara Stern (Sieglinde Führer)
Tamara Stern wurde in Berlin geboren und kam mit zwölf Jahren nach Jerusalem, wo sie später die Schauspielschule NISAN NATIV absolvierte.  Sie spielte drei Jahre im Ensemble des renommierten Gesher Theaters. Im Jahr 2000 erhielt sie den israelischen Theaterpreis als Nachwuchsschauspielerin.

2002 kehrte Tamara Stein nach Europa zurück und spielte in Deutschland Theater, sowie einige Gastrollen in Israel. Seit drei Jahren lebt sie in Wien und seit der Spielsaison 2009 auch in Bregenz. Dort ist sie Ensemblemitglied des Landestheaters Vorarlberg. Der Spielfilm „Todespolka“ ist ihre erste österreichische Kinoproduktion.

Biografie David Wurawa (Michael)

David Wurawa wurde in Bulawayo/Simbabwe geboren, besitzt die österreichische Staatsbürgerschaft und lebt in Wien. Er begann seine berufliche Ausbildung und Karriere am Theater National Bulawayo in Simbabwe und setzte seine Ausbildung an der Neighborhood School of Theater (USA), Act Up (UK), The Actors Centre (UK) und London Academy of Media, Film & Television (UK) fort.

Er hat zahlreiche Hauptrollen und Gastrollen in Theater, Film, Fernsehen und Musikvideo- Produktionen gespielt sowie als Radiomoderator gearbeitet. Neben „Todespolka“ ist er im Kurzdrama „51 Euro“ zu sehen, wo er einen seit acht Jahren in Frankfurt lebenden Immigranten spielt.

Biografie Oliver Hüther (Herr Blaskovic)
Oliver Hüther ist seit rund zwanzig Jahren als Schauspieler, Sänger und Sprecher tätig. Er spielte in der Münchner Kleinkunstszene, verschiedenen Bühnen Deutschlands und in Wien. Zurzeit ist er Ensemblemitglied im Theater in der Josefstadt.

Im Privatsender ATV moderierte Oliver Hüther die Live-Show „Österreich sucht den Comedystar“, war in über 60 Folgen der Newscomedy „Das Letzte der Woche“ zu sehen und präsentierte das Quiz „Absolut genial“.

Biografie Dennis Cubic (Sohn Hansi)
Dennis Cubic wurde 1978 in Frankfurt am Main geboren und hat 2004 das Max Reinhardt-Seminar in Wien absolviert. Theaterarbeiten im Schauspiel Frankfurt, Festspiele Rosenburg, Theater der Jugend in Wien, Landes-theater Niederösterreich und Théâtre National du Luxembourg.

Er spielte in den Fernsehserien SOKO Kitzbühel, Tschuschen:Power, 11er Haus sowie den Kinofilmen Freigesprochen, Armageddon – The Longest Night, Tatort „Die schlafende Schöne“ und Antares von Götz Spielmann.

 

Interview

Interview

Stephan Demmelbauer über „Todespolka“

Ich sehe den Film über unser Land, das genauso gut jedes andere Land sein könnte, gar nicht so vordergründig politisch. Es geht vielmehr um die Fernwirkung politischen Handelns auf das Leben einzelner Menschen. Außerdem eignet sich dieser ‚Zukunft in der Vergangenheit‘-Zustand mit all seinen Angstfacetten ziemlich gut als Setting für einen spannenden Psychothriller .

Österreich erlebt seit 1986 einen beispiellosen Niedergang der politischen Kultur. Hetzparolen sind salonfähig geworden (‚Daham statt Islam‘, die Forderung nach ‚Abendland in Christenhand‘). Und angesichts seiner Epigonen ist Jörg Haider – nicht erst posthum – zum Symbol für einen relativ gemäßigten politischen Stil geworden.

Mein Anliegen war es, diese Entwicklung der Verrohung konsequent zu Ende zu denken. Poltisches Handeln hat immer eine Fernwirkung bis in den Alltag aller Menschen. Was Politiker bei Wahlveranstaltungen in die Menge werfen, um Stimmung zu machen, kann im rechten Moment zu roher Gewalt führen. Dies in aller Radikalität verständlich zu machen, auch einem Massenpublikum, war das Anliegen des Projektes „Todespolka“.

Der Film ist mit Absicht linear und österreichisch langsam aufgebaut und in seinen Stilmitteln bewusst plakativ. Dennoch wurden die Monologe und Dialoge größtenteils unverändert von Stammtischen, Wahlveranstaltungen und Leserbriefen übernommen. Auf eine subtile Verpackung der Botschaft wurde verzichtet, weil der Film ja nicht nur für cineastische Experten gemacht wurde.