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MISSING*LINK

Regie: Michael Baumann

D 2025, 120 min., FSK: 12

Eine Patchworkfamilie macht Urlaub. Als Mia im Wald auf einen fremden Jungen trifft, erlebt sie mit ihm eine nie gekannte Freiheit. Doch dann ist Mia verschwunden. Das komplizierte Familiengefüge steht Kopf und Tine, ihre Mutter, rechnet mit Allen und Allem ab, während Mias neue Freiheit zur Gefahr wird.

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MISSING*LINK

Regie: Michael Baumann

D 2025, 120 min., FSK: 12

Eine Patchworkfamilie macht Urlaub. Als Mia im Wald auf einen fremden Jungen trifft, erlebt sie mit ihm eine nie gekannte Freiheit. Doch dann ist Mia verschwunden. Das komplizierte Familiengefüge steht Kopf und Tine, ihre Mutter, rechnet mit Allen und Allem ab, während Mias neue Freiheit zur Gefahr wird.

Inhalt

Inhalt

Mia macht mit ihren seit Jahren getrennten Eltern und deren neuen Partnerinnen Urlaub in einer Feriensiedlung. Während sich die Erwachsenen um ein „Happy-Together“ bemühen, hält Tine, Mias temperamentvolle Mutter, den zusammengewürfelten Familienladen zusammen. Indessen trifft Mia im Wald auf einen fremden Jungen, mit dem sie eine nie gekannte Freiheit erlebt. Doch der Junge trägt ein Geheimnis in sich. Am Morgen ihres 14. Geburtstags ist Mia verschwunden. Die Konflikte der Erwachsenen eskalieren und Tine, die sich mit ihrer Angst um ihre Tochter, die einen Herzfehler hat, alleine fühlt, rechnet schließlich mit Allen und Allem ab. Währenddessen wird Mias neu gefundene Freiheit mit dem fremden Jungen zusehends zur Gefahr.


MISSING*LINK - ein geheimnsivoller Sommerfilm, der mit lakonischem Humor und flirrender Intensität von Mutter und Tochter im Ausnahmezustand erzählt.

Credits

CAST

Susanne Wolff, Luca Brüggemann, Wolfram Koch, Martin Butzke, Margarita Breitkreiz, Lennox Halm, Janosch Andreas u.v.a.

 

Stabliste

Eine INDI FILM Produktion in Koproduktion mit NEUFILM

in Koproduktion mit WESTDEUTSCHER RUNDFUNK, SÜDWESTRUNDFUNK und ARTE

in Zusammenarbeit mit MPS SONNENSTUDIO KÖLN 


REGIE MICHAEL BAUMANN

BUCH SABINE WESTERMAIER, MICHAEL BAUMANN

KAMERA FALCO LACHMUND

MONTAGE UTA SCHMIDT, ANTJE LASS

MUSIK VERENA MARISA

SZENENBILD YVONNE LEUZE

KOSTÜMBILD SONJA HESSE

MASKENBILD EVA SCHUBERT

ORIGINALTON MICHAEL SCHLÖMER

CASTING ULRIKE MÜLLER

KINDER & JUGENDLICHENCASTING PATRICK DREIKAUSS

SOUND DESIGN CORINNA FLEIG

MISCHUNG FREDERIK THOMSEN

COLOR GRADING FABIANA CARDALDA

VFX PRODUCER AXEL RICKE

VFX SUPERVISOR HENNING RICKE

PRODUKTIONSLEITUNG ANKE HARTWIG

 

REDAKTION SWR JAN BERNING

REDAKTION ARTE ANNE-CAROLINE PAQUET

REDAKTION WDR ANDREA HANKE

KO-PRODUZENT HOLM TADDIKEN

PRODUZENT AREK GIELNIK


Gefördert von

MFG FILMFÖRDERUNG BADEN-WÜRTTEMBERG

MITTELDEUTSCHE MEDIENFÖRDERUNG

FILM- UND MEDIENSTIFTUNG NRW

DEUTSCHER FILMFÖRDERFONDS

FILMFÖRDERUNGSANSTALT 


Das Drehbuch entwickelt mit Mitteln von

THOMAS STRITTMATER PREIS

 

Pressestimmen

Pressestimmen

 

Biografie

Biografie

Michael Baumann studiert erst Pädagogik in München dann Regie in Potsdam-Babelsberg. Mit seinem ersten Hochschulfilm HINGERICHTET (ARTE, 5 min.,) einer Plansequenz aus der Sicht des Messers einer Guillotine, gewinnt er erste Preise.
Sein Abschlussfilm WEG! (aWAY!, ZDF - Das Kleine Fernsehspiel, 83 min.) dem Roadmovie eines 16-jährigen, den ein Zug im tschechischen Nirgendwo ausspuckt, wo er auf die exzentrische IVA (Labina Mitevska) trifft und in dem sich behutsam ihre Gefühlswelten offenbaren, gewinnt auf den Internationalen Hofer Filmtagen den Preis für das Beste Szenenbild.
Es folgt ein Dokumentarfilm über einen aus der Zeit gefallenen Stuttgarter Frisiersalon WASCHEN & LEBEN (SWR, 89 min.) und ein FILMBÜHNENSPIEL am Staatstheater Stuttgart, eine zeitgenössische Interpretation des WOYZECK (FILMAKA LUDWIGSBURG, 90 min.), als getriebener Paketbote. 2012 gewinnt er mit dem Buch WILLKOMMEN BEI HABIB (SWR, 105 min.) zusammen mit Sabine Westermaier den Thomas-Strittmatter-Drehbuchpreis. Der Ensemblefilm über vier Männer und das Glück des Verlierens rund um eine türkische Imbissbude kommt 2014 ins Kino.
Auch mit MISSING*LINK (WDR, ARTE, SWR), einem flirrenden (Patchwork-) Familiendrama über Mutter und Tochter im Ausnahmezustand, ist das Autor:innenduo wieder für den Thomas-Strittmatter Drehbuchpreis nominiert und feiert im Juni 2025 seine Weltpremiere auf dem Filmfest München.
Derzeit entwickelt er (wieder gemeinsam mit Sabine Westermaier) DER FELS (Kino, 120 min.), eine Geschichte über eine verhängnisvolle Ménage-à-trois in den französischen Bergen, wo für ein Ehepaar ein Ferienhaus zum Albtraum wird.
Er unterrichtet zudem Camera-Acting, dreht Werbefilme und lebt mit seiner Patchworkfamilie mit kleinem (4) und großem Sohn (18) in Berlin.

 

Filmografie (Auswahl)

 

2025 - DER FELS (Kinofilm in Entwicklung)
Produktion: INDI FILM Productions GmbH
BKM Drehbuchförderung

 

2025 - MISSING*LINK (Kinofilm)
Produktion: INDI FILM Productions GmbH, NEUFILM; Sender: WDR/SWR/ARTE

Festivals und Preise:
Thomas Strittmatter Drehbuchpreis 2018 – Nominierung
Weltpremiere am 30.06.25 – 42. Filmfest München
42. Filmfest München – nominiert für ‚Förderpreis Neues Deutsches Kino – Beste Regie‘
42. Filmfest München – nominiert für ‚Förderpreis Neues Deutsches Kino – Bestes Drehbuch‘
Fünfseenfilmfest 2025 – nominiert für den ‚Perspektive Spielfilmpreis‘
Festival des Deutschen Film 2025, Ludwigshafen – nominiert für den Dt. Filmkunstpreis
47. Filmfestspiele Biberach – nominiert für den ‚Goldenen Biber‘

 

2013 - WILLKOMMEN BEI HABIB (Kinofilm)
Produktion: INDI FILM GmbH; Sender: SWR

Preise:
Thomas Strittmatter Drehbuchpreis 2012
Förderpreis Neues Deutsches Kino 2013 - Special Mention

 

2010 - WASCHEN & LEBEN (Dokumentarfilm)
Produktion: Eikon Südwest GmbH; Sender: SWR

Preise:
Filmfest Esslingen 2011: „Bester Dokumentarfilm“

 

2009 - WOYZECK – EIN FILMBÜHNENSPIEL
Produktion: Staatstheater Stuttgart, Filmakademie BW

 

2001 WEG! – aWAY! (TV-Film)
Produktion: Flying Moon Filmproduktion; Sender: ZDF Kleines Fernsehspiel

Preise:
35. Internationale Hofer Filmtage 2001: in der Kategorie „Bestes Szenenbild“

 

1998 - KLEINE FREIHEIT (Kurzspielfilm)
Produktion: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf

Preise:
Manchester International Short Film Festival 1999: Preis in der Kategorie „Best Student Short Film“

 

1997 - HIN-GERICHTET (Kurzspielfilm)
Produktion: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf; Sender: ARTE

Preise:
ALTER-NATIVE International Short Film Festival Targu-Mures, Rumänien 1998: „Preis der Rumänischen Filmemacher“
Cinematexas International Short Film Festival 1998: in der Kategorie „Best Narrative“
Austin Film Festival 1998: „Best Student Film Award“
Festival Chileno Internacional del Cortometraje 1997: „Best Screenplay“
Festival Cinématographique d'Automne de Gardanne 1997: „Bester Kurzfilm“
Antalya Golden Orange Film Festival 1997: „Young Talent Award“

 

Interview

Interview

 

AUTOR:INNEN-STATEMENT

Sabine Westermaier und Michael Baumann

 

You try to tell her what to do,
And all she does is stare at you,
Her stare is louder than your voice,
Because truth doesn’t make a noise.

(THE WHITE STRIPES - “Truth doesn’t make a noise”)

 

HARD WORK - PATCHWORK

Auch wenn heute immer mehr Familien nicht mehr dem Bild der klassischen Kleinfamilie entsprechen, ist ein „friedliches Danach“ von Ex-Partner:innen eher selten. Und wenn neue Partner:innen ins Spiel kommen wird es meist richtig kompliziert. Unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Sicherheit oder die Frage, wie viel Vorvergangenheit ist der neuen Partnerin, dem neuen Partner zumutbar. Viele wollen jemanden einfach für sich allein haben. Aber ist das realistisch in modernen Gesellschaften, wo Trennungen zur neuen Normalität geworden sind?

Davon handelt MISSING*LINK. Nicht vom Klischee der sich streitenden Ex-Partner:innen, sondern von zwei Menschen, Tine und Falk, die sich eine freundschaftliche Nähe bewahrt haben.

Doch auch wenn Tine und Falk das Gefühl haben, ihre Beziehung hinter sich gelassen zu haben, stellt ihnen dieser Urlaub ein Bein. Denn in Krisen ist man schnell auf alte Rollen zurückgeworfen und Konflikte kommen mit der Wucht von damals an die Oberfläche. Durch Mia werden Falk und Tine nach vielen Jahren mit verdrängter Vergangenheit konfrontiert, was wiederum ihre neuen Partner:innen Achim und Nadja herausfordert und ein weiterer Motor der Eskalation ist.

 

MISSING*LINK

„Missing Link“ ist ein Begriff aus der Evolutionsbiologie und beschreibt ein fehlendes Bindeglied zwischen zwei Evolutionsschritten (z.B. zwischen Affe und Mensch). Übertragen auf die Geschichte des Films sind es die blinden Flecken, die Traumata, die jede Familie in sich trägt. Das, was nicht gesehen werden soll oder kann, was im Verborgenen, im Unbewussten schlummert. Mias Missing Link zu ihrer Geburt und ihrem Herzfehler ist schließlich der tote Bruder. Zwillinge deren Geschwister nach der Geburt oder bereits im Mutterleib sterben (sog. „Vanishing Twins“) suchen ihr Leben lang nach Ersatz, auch wenn sie vielleicht gar nichts davon wissen.

Tines Missing Link findet auf vielerlei Ebenen statt. Die Sorge und Fürsorge um Mia mit ihrer besonderen Herz-Disposition und dem sich immerwährend entziehenden Falk, sowie der pubertätsbedingte Rückzug von Mia und Tines eigener Beginn der Wechseljahre, der neue Herausforderungen in sich birgt. Und schließlich ist Mia der verbindende Link zwischen allen Protagonist:innen. Mia ist der Grund, warum alle in diesem Urlaub zusammenkommen. Aber Mia entzieht sich von Anfang an, bis sie schließlich ganz abhaut und die Daseinsberechtigung der Patchworkfamilie aufgelöst scheint.

 

FREIHEIT & ANGST

Mia erlebt mit dem fremden Jungen eine nie gekannte Freiheit. Im Gegensatz zum Redestrom in ihrer Familie sprechen die beiden kein Wort miteinander. Daraus entsteht eine für Mia völlig neue Art der Nähe, jenseits von Sprache. Doch der Junge stellt ihre neu gefundene Freiheit bald auf die Probe, fordert sie zu Handlungen heraus, die aufgrund ihrer Herzdisposition lebensbedrohlich sind. 

Unbewusst will Mia die Grenzen ihres Körpers ausloten und sich dabei vor allem von der Angst ihrer Mutter befreien. Denn Tine hat seit jeher große Angst um Mia: Die schwere Geburt, gefolgt von komplizierten OP’s. Schließlich erfährt Mias neugewonnene Freiheit hoch oben im Baumriesen auf dem Holzplateau ihren Höhepunkt und mündet in einem „Schwindel der Freiheit“. Mia wird sich der Verbindung von und der Grenze zwischen Leben und Tod bewusst, blickt in einem Moment sowohl dem Leben und dem Tod in die Augen. Und entscheidet sich in schwindelerregender Höhe für ihr Leben.

 

ALLE SIND ALLEIN

Jede:r kennt das Bedürfnis nach Nähe und Anerkennung und das damit verbundene Gefühl des Auf-Sich-Zurückgeworfen-Seins, wenn es nicht gestillt wird. Dieses Gefühlspaar wird in MISSING*LINK in allen Figuren sichtbar.

Tine sehnt sich nach der Mutter-Tochter-Symbiose mit Mia, Achim fühlt sich von Tine nicht gesehen, Nadja wird von Falk und Falk von seinem Verlag zurückgewiesen. Alle fühlen sich in ganz unterschiedlichen Momenten allein gelassen. Während Mia in der Imagination ihres verstorbenen Bruders eine nie gekannte Nähe zu sich selbst erfährt, gerät Tine immer mehr außer sich und verliert die Kontrolle.

 

INTENTION

Inspiriert von LE PASSÉ (Asghar Farhadi) und WINTERDIEB (Ursula Meier) erzählt MISSING*LINK von einer jungen Person, die sich auf sehr eigene Weise mit sich und dem Geheimnis des Lebens konfrontiert. Das Mädchen Mia erfährt in der Begegnung mit dem geheimnisvollen Jungen im Wald eine atemberaubende FREIHEIT und eine unglaubliche NÄHE. Diese beiden Gefühle stehen im Gegensatz zu vielen anderen Jugendlichen, die sich mit immer enger werdenden Freiräumen, medialem Sog und Post-Covid-Folgen konfrontiert sehen.

Auch das Patchwork-Setting wird neu erzählt. Keine streitenden Expartner:innen, sondern zwei Eltern, die sich nach der Trennung eine friedliche Nähe bewahren. Zentral sind für uns dabei die beiden Themen ‚Freiheit’ und ‚Nähe, die in jeder Beziehung immer wieder neu austariert werden. Beide sich auf den ersten Blick widersprechende Begriffe sorgen je nach dem, was für ein Beziehungstyp man ist, für ANGST. Für Mia steht die Angst der Freiheit im Wege, die sie aufgrund ihres Herzfehlers nur zu gut kennt - eine Angst, die wiederum die Angst ihrer Mutter ist.

Kierkegaard spricht von der Angst als „Schwindel der Freiheit“. Die Szene, in der Mia im Begriff ist von der Baumkrone in die Tiefe zu stürzen, entspricht dieser Definition. Für einen kurzen Moment erlebt Mia die Freiheit in ihrer Reinform als Wahlfreiheit zwischen Leben und Tod.

Am Ende finden Mutter und Tochter wieder zueinander. Mia ist sich in ihrem toten Bruder begegnet und ein Stück mehr dem Kindsein entwachsen. Und Tine sieht sich mit Mias Abnabelung auf neue Weise mit sich und ihrem Leben abseits ihrer Mutterrolle konfrontiert. So stehen beide Frauen an unterschiedlichen Schwellen des Lebens, wo Hormone verrückt spielen und beide gleichzeitig völlig verschiedene, wie auch identische Phasen des ‚Coming-of-Age’ durchleben.

Die Annäherung der beiden geschieht am Ende nahezu wortlos. Weil Worte nicht gleich Nähe bedeuten, und weil Nähe auf Vertrauen gründet.

 

Festivals

Festival Deutschland und Preise

WELTPREMIERE Filmfest München 2025

42. Filmfest München – nominiert für Förderpreis Neues Deutsches Kino – Beste Regie

42. Filmfest München – nominiert für Förderpreis Neues Deutsches Kino – Bestes Drehbuch

Thomas Strittmatter Drehbuchpreis 2018 – Nominierung

Deutscher Drehbuchpreis 2019 – vorgeschlagen

Fünfseenfilmfest – nominiert für den Perspektive Spielfilmpreis

Festival des Deutschen Films 2025, Ludwigshafen – nominiert für den Dt. Filmkunstpreis

47. Filmfestspiele Biberach – nominiert für den ‚Goldenen Biber‘

 

Pressematerial

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Jetzt im Kino

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 KINOSTART: 27.11.2025