
Tunten lügen nicht
Regie: Rosa von Praunheim
D 2001, 90 min., Farbe, FSK: 16
Inhalt
Inhalt
In dem Dokumentarfilm Tunten lügen nicht erzählen vier mutwillige Tunten (Ichgola Androgyn, Bev StroganoV, Tima die Göttliche und Ovo Maltine), die sich Mitte der 80er Jahre in Westberlin trafen, ihr Leben. Allen ist gemeinsam, dass sie nicht nur Showtunten sind, sondern sich auch politisch für Aids-Aufklärung, Aktionen gegen Gewalt gegen Schwule, Hurenbewegung, Kampf gegen Rechtsradikalismus und Rassismus einsetzen. Gemeinsam entwickelten sie ihre Shows, politischen Aktionen und Medienauftritte. Tunte zu sein bedeutet für alle mehr als Frauenkleider zu tragen und Strass zu horten. Alle vier arbeiten, streiten und lieben immer wieder gemeinsam, denn sie verstehen sich als Familie. Drei von Ihnen sind HIV positiv und engagieren sich seither im Kampf fürs Leben. Der Film über diese eigenwilligen Tunten zeigt einen wichtigen Teil der Berliner Kultur. Ihre Biographien sind so bunt wie ein Paillettenkleid, das durch den roten Faden ihres Tuntendaseins, ihrer gemeinsamen Shows und politischen Aktionen zusammengehalten wird.
Credits
Stabliste
Produktion: Rosa von Praunheim & NDR
Regie: Rosa von Praunheim
Kamera: Lorenz Haarmann
Schnitt: Mike Shepard
Mit: Ichgola Androgyn, Ben StroganoV, Tima di Göttliche, Ovo Maltine
Pressestimmen
Pressestimmen
„Tunten lügen nicht ist kein trockener Dokumentarfilm mit Aufklärungs-Ambitionen, sondern eine schrillbunte Show, da es sich bei den vier Porträtierten um hochkarätige Entertainer handelt." Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum (2002)
„Wer glamourösen Schnickschnack erwartet, wird von dieser Dokumentation eher enttäuscht sein – wer vier Menschen kennenlernen möchte, die etwas zu vermitteln haben, wird berührt sein.“ Der Standard (2005)
„Ichgola Androgyn, Bev StroganoV, Tima die Göttliche. Sie selbst nennen sich ‚Tunten‘ und tragen so dazu bei, dass diese Bezeichnung als Schimpfwort bald nicht mehr taugen wird.“ Prisma (2022)
„ein vielschichtiges und schillerndes Porträt einer Wahlfamilie mit Mut zu Kompliziertheit und Konflikt.“ Film.at (2002)
„Als amüsantes und zudem nachdenklich machendes Zeitdokument darf die DVD in keiner Sammlung einer gepflegten Tunte fehlen.“ Box-Magazin (2002)
„lebendiges Porträt der Gay-Szene (...)Tunten langweilen nicht: Doku mit Pep.“ Cinema (2002)
Biografie
Biografie
Rosa von Praunheim gilt als wichtiger Vertreter des postmodernen deutschen Films in den Genres Dokumentar-, Autoren- und Avantgardefilm. Er war vor allem mit seinem Dokumentarfilm von 1971 Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt der öffentliche Wegbereiter und einer der Mitbegründer der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung in der Bundesrepublik Deutschland. Sein Werk umfasst zahlreiche Filme, Bücher, Hörspiele und Theaterstücke und wurde vielfach ausgezeichnet. 2015 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
Interview
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Pressematerial
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